Claudia Tausend (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2013-2017

Angaben zur Person
Claudia Tausend
Geburtstag
22.07.1964
Berufliche Qualifikation
Diplom-Geographin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Bundestages
Wohnort
München
Wahlkreis
München-Ost
Ergebnis
28,7%
Landeslistenplatz
14, über Liste eingezogen, Bayern
(...) Das Grundgesetz garantiert das Grundrecht auf Asyl und die Genfer Flüchtlingskonvention ist ein bindender völkerrechtlicher Vertrag. (...) Maßnahmen um den Flüchtlingszuzug zu verlangsamen dürfen keine Zäune sein, sondern es muss die Situation in den Flüchtlingslagern rund um Syrien verbessert werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Claudia Tausend
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Internationales
14.12.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Tausend,

welche Personen sind aufgrund welcher Funktion / Eigenschaft an den am Montag, 16.12.2013 beginnenden Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika beteiligt? Wie wurden die an diesen Verhandlungen teilnehmenden bestimmt?

Wie werden die Interessen der Bevölkerung Deutschlands in diesen Verhandlungen vertreten/berücksichtigt? Ist eine Beteiligung der Bevölkerung Deutschlands bei der Entscheidung über die Ergebnisse in Form eines Referendums/Volksentscheids geplant? Falls nein, wer entscheidet dann über die Umsetzung des Freihandelsabkommens für die Bevölkerung Deutschlands?

Halten Sie es angesichts der jüngsten Datenschutzverstöße durch US-amerikanische Geheimdienste für angebracht, die Verhandlungen auf Eis zu legen, bis sich die USA bei der Bevölkerung Deutschlands entschuldigt und sich verpflichtet hat, künftig keine Daten der Bevölkerung Deutschlands mehr ohne vorherigen richterlichen Beschluss zu erheben/nutzen/verarbeiten?

Welche Vereinbarungen sind Ihrer Meinung nach unverrückbar als Mindestanforderungen in einem evtl. Freihandelsabkommen zu den folgenden Themen festzulegen:

Datenschutz
Gentechnik bei Pflanzen/Lebensmitteln und Medizin
Fracking


Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Claudia Tausend
2Empfehlungen
17.12.2013
Claudia Tausend
Sehr geehrter Herr ,

die Verhandlungen über das Transatlantische Freihandelsabkommen führen auf europäischer Seite Vertreter der EU-Kommission. Völkerrechtliche Verträge müssen nach dem Grundgesetz grundsätzlich vom Parlament, also dem Deutschen Bundestag, beschlossen und vom Bundespräsidenten ratifiziert werden. Vom genauen Inhalt des Vertrages hängt ab, ob auch noch der Bundesrat mitentscheidet.

Für uns ist wichtig, dass dieses Freihandelsabkommen die hohen europäischen arbeitsrechtlichen, sozialen, ökologischen und verbraucherschutzrechtlichen Standards einhält. Dafür müssen begründete Ausnahmen Teil des Abkommens sein, sowie parlamentarische Kontrolle und gerichtlicher Schutz gewährleistet werden.

Sie sprechen die Vertrauensverluste in unseren transatlantischen Partner an. Wir erwarten ein deutliches Bekenntnis der US-Regierung zum guten Umgang unter Partnern und dem Schutz der Privatsphäre unserer Bürgerinnen und Bürgern. Hierfür muss es klar definierte und überprüfbare Vereinbarungen geben, um wieder Vertrauen herzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Tausend, MdB
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Internationales
20.12.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Tausend.

In Ihrer Antwort auf die Frage von Marcus Kaiser finden sich folgende Sätze:

"Für uns ist wichtig, dass dieses Freihandelsabkommen die hohen europäischen arbeitsrechtlichen, sozialen, ökologischen und verbraucherschutzrechtlichen Standards einhält. Dafür müssen begründete Ausnahmen Teil des Abkommens sein."

Können Sie bitte erläutern, was die Ausnahmen sind, wo die arbeitsrechtlichen, sozialen, ökologischen und verbraucherschutzrechtlichen Standards nicht eingehalten werden müssen? Was ist der Zweck solcher Ausnahmen und wie werden solche begründet?

vielen Dank für Ihre Zeit und beste Grüße
Antwort von Claudia Tausend
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2014
Claudia Tausend
Sehr geehrter Herr ,

hier haben Sie mich missverstanden. Meine Aussage über Ausnahmen im Abkommen bezieht sich darauf, dass Bereiche ausgenommen werden sollen, die zur Absenkung europäischer Standards führen könnten - nicht umgekehrt.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Tausend
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Arbeit
29.12.2013
Von:

Sehr geehrter Frau Tausend,

mit einigem Erstaunen habe ich vernommen, wie manche SPD-und Linke-Politiker auf die CSU los gehen.
Wie man anhand dieses Berichts sehen kann, meint z.B. Herr Riexinger, daß die CSU damit Rechtsextreme ermuntern könnte:

www.focus.de/politik/deutschland/armutsmigration-csu-forderungen-kritisiert-linken-chef-riexinger-csu-ermutigt-braune-banden-zur-gewalt_id_3508276.html

Auf n-tv war soeben zu hören, daß Herr Riexinger die CSU in die Nähe der NPD rückt.
Kann man so ein Verhalten nicht im Bundestag thematisieren?
Ich meine, man kann unterschiedlicher Auffassung sein, aber das ist übelste Nachrede die von Herrn Riexinger ausgeht. Oder wie sehen Sie das?

Müssen diejenigen die sich zur Einwanderung äußern, nicht fürchten, daß sie in eine falsche Ecke gestellt werden? Sollen Kritiker so gar mundtot gemacht werden?

Ich bin seit zwei Jahren als 400 Euro-Jobber tätig. Eine schwere Fibromyalgie hindert mich an meine frühere berufliche Normalität anzuknüpfen. Ich bekomme weder Jobvorschläge, noch Hilfe von Ärzten. Es ist so schlimm, daß mir manchmal nicht mehr mal gebräuchliche Namen für Gegenständen einfallen.
Durch meine Situation ist es mir sogar verwehrt, daß ich mir Trauerkleidung kaufte.

Jetzt verhandelt die EU aber mit weiteren Ländern, am Ende könnte eine Vollmitgliedschaft stehen.
Warum versteht die Politik nicht, daß Niedrigverdiener, Menschen die nicht mehr in ihrem erlernten Beruf arbeiten können, keine weitere Konkurrenz am Arbeitsmarkt gebrauchen können? Bei aller anti-rassistischen Einstellung und Überzeugung, würde ich die schweizerische Zuwanderungspolitik für Deutschland jederzeit vorziehen. Niemand kann ernsthaft behaupten, daß die Schweiz ein undemokratisches Land ist. In Deutschland wird wohl kein allzu großer Wert darauf gelegt, was für eine Einwanderungspolitik die Bevölkerungsmehrheit befürwortet.
Wie wollen Sie das ändern?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Claudia Tausend
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2014
Claudia Tausend
Sehr geehrter Herr ,

zu Äußerungen von Herrn Riexinger bin ich die falsche Ansprechpartnerin, vielleicht sollten Sie dazu direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist einer der tragenden Bausteine der europäischen Integration, Deutschland hat davon stark profitiert - im europäischen Vergleich sicherlich mehr als andere. In Deutschland herrscht in einigen Bereichen Fachkräftemangel - hier muss auch von der deutschen Wirtschaft mehr selbst ausgebildet werden. Bisher hat die Freizügigkeit für Bürger aus Bulgarien und Rumänien (die der Grund der Diskussion in dem von Ihnen zitierten Artikel waren) nicht zu größeren Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt geführt. Auch die von der CSU befürchtete sogenannte "Armutsmigration" ist kein flächendeckendes Problem - hier hat aber die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket gegen etwaigen Sozialmissbrauch auf den Weg gebracht.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Tausend
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
06.02.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Tausend,

Ihre Partei, die SPD, schreibt in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 auf Seite 95: "Wir lehnen – wie 80 Prozent der deutschen Bevölkerung – den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ab".

Weshalb haben Sie dann im Bundestag gegen den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen gestimmt, die Zulassung der Genmaislinie 1507 im EU-Ministerrat abzulehnen?

Mit freundlichen Grüßen,
Dr.
Antwort von Claudia Tausend
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2014
Claudia Tausend
Sehr geehrter Herr ,

ich verweise auf meine Antwort an Herrn Hobelmeier vom 11.2.2014, der eine gleichlautende Frage hatte.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Tausend
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Anbau von Genmais in der EU verhindern
11.02.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Tausend,

ich war immer ein überzeugter SPD-Wähler in ihrem Stimmkreis. Leider musste ich nun feststellen, dass sie GEGEN den Antrag über den Genmais gestimmt haben. Somit befürworten Sie anscheinend den Anbau von Genmais in der EU. Können Sie mir ihre genauen Gründe für ihre Abstimmung mitteilen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Claudia Tausend
bisher keineEmpfehlungen
12.02.2014
Claudia Tausend
Sehr geehrter Herr ,

in Ihrer Frage vom 11. Februar haben Sie Ihre Enttäuschung über die Abstimmung im Bundestag zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Ausdruck gebracht. Ich will Ihnen im Folgenden daher die Hintergründe zu der besagten Abstimmung zu erläutern.
Die SPD hat bei den Koalitionsverhandlungen auf eine klare Linie im Umgang mit Grüner Gentechnik gepocht. Die Unionsfraktionen waren jedoch leider nur bereit, folgende Aussage mitzutragen: "Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an." Auf europäischer Ebene steht die Zulassung der Maislinie 1507 an. Das Abstimmungsverhalten Deutschlands wird im Kabinett entschieden. Die SPD-Bundestagsfraktion und der SPD-Parteitag haben die Bundesregierung ausdrücklich aufgefordert bei der Gen-Mais Entscheidung am 11. Februar 2014 in Brüssel mit Nein zu stimmen. Innerhalb der Bundesregierung haben sich die beteiligten SPD-Ressorts (Wirtschaft, Umwelt und Justiz) und das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium klar gegen eine Zulassung von Gen-Mais ausgesprochen.
Die beiden mitentscheidenden CDU-geführten Ministerien der Gesundheit und Forschung sowie das Bundeskanzleramt wollten jedoch der Zulassung. Nach diesem "Veto" erfolgte die allgemeine Praxis: Bei unterschiedlichen politischen Einschätzungen innerhalb der Bundesregierung und der zustimmenden Haltung des Bundeskanzleramtes ist es üblich, auf EU-Ebene mit "Enthaltung" zu stimmen.

Es gehört zur parlamentarischen Zusammenarbeit innerhalb einer Koalition, dass Anträge, Gesetzentwürfe sowie weitere politische Positionen gemeinsam entwickelt und nach außen vertreten werden. Daran ist auch die SPD-Bundestagsfraktion gebunden. Um dennoch ein deutliches Zeichen zu setzen, haben 71 SPD-Bundestagsabgeordnete eine persönliche Erklärung zur Abstimmung am vergangenen Donnerstag im Bundestag abgegeben.

Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und CDU/CSU dazu verpflichtet, "die Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik anzuerkennen". Und weiter: "Wir treten für eine EU-Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit genveränderten Pflanzen gefüttert wurden, ein. An der Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Bestandteilen in Lebensmitteln halten wir fest – ebenso wie an der Saatgutreinheit." Damit werden wir für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Punkto Gentechnik in Deutschland absolute Transparenz schaffen.
Diesem Anspruch werden weiter versuchen gerecht zu werden und versuchen auf die Union einzuwirken. Denn die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland will eindeutig keine Grüne Gentechnik - weder auf dem Acker noch auf dem Teller.
Ich hoffe Sie können vor diesem Hintergrund mein Abstimmungsverhalten nachvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Tausend
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Claudia Tausend
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:

Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Spamschutz - wie viel ist 11 + 4:
  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de einverstanden. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.