Timo Hempel (SPD)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Timo Hempel
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wahlkreis
Fuhlsbüttel - Alsterdorf - Langenhorn , Listenplatz 8, Stimmen (Wahlkreis): 5.073, 2,7%
Landeslistenplatz
keinen
Es ist korrekt dass ich seit knapp zwei Jahren die Funktion des Kulturbeauftragten des AStA der Universität Hamburg ausübe. Auf mein Bestreben hin hat der AStA der Universität Hamburg Ende letzten Jahres einen achtminütigen Kurzfilm mit dem Titel "Inside AStA" produziert, dessen Hauptrolle mit dem renommierten Schauspieler Karl-Heinz von Hassel prominent besetzt ist. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
05.02.2011
Von:

Sie sind nebenher im AStA der Uni Hamburg taetig. Dort haben Sie vor kurzem Aufsehen erregt. Machen Sie sich haeufiger ueber Auslaender lustig?
Antwort von Timo Hempel
5Empfehlungen
05.02.2011
Timo Hempel
Sehr geehrter Herr ,

es ist korrekt dass ich seit knapp zwei Jahren die Funktion des Kulturbeauftragten des AStA der Universität Hamburg ausübe. Auf mein Bestreben hin hat der AStA der Universität Hamburg Ende letzten Jahres einen achtminütigen Kurzfilm mit dem Titel "Inside AStA" produziert, dessen Hauptrolle mit dem renommierten Schauspieler Karl-Heinz von Hassel prominent besetzt ist. Für Regie und Drehbuch zeichnet sich der Comedian Monty Arnold verantwortlich. Der Kurzfilm ist im Genre der Satire zu verorten und spiegelt den Mikrokosmos des universitären Lebens auf dem Campus mit einem Augenzwinkern wieder. Im Zusammenhang mit der Premiere des Films am 03.02. ist der Vorwurf an mich erhoben worden, der Film sei "rassistisch" und leiste "gesellschaftlichen Ressentiments" Vorschub. Diese Behauptungen weise ich zurück. Keinesfalls wird sich im Verlauf des Filmes über Menschen auf Grund nichtdeutscher Herkunft "lustig gemacht".

Mit freundlichen Grüßen
Timo Hempel
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Frage zum Thema Gesellschaft
06.02.2011
Von:

In Ihrer Tätigkeit als Asta-Kulturreferent haben sie eine vor rassistischen bzw. abwertenden Anspielungen und Klischees strotzenden Imagefilm produzieren lassen. Diese beziehen sich auf linke und sozial-engagierte, aber auch sozial-schwache Gruppen. Etwa die auf dem Campus verweilenden Obdachlosen, oder Putzkräfte mit Migrationshintergrund. Mitglieder das Asta werden demgegenüber durchweg als engagiert, resolut und kompetent dargestellt. Die Linke-SDS Hochschulgruppe spricht auf ihrer Webseite von Produktionskosten i.H.v.10.000€.

Ihrer Argumentation zu Folge handelt es sich dabei um Satire, diese wird allerdings von den betroffenen Gruppen, soweit sie sich z.b. bei der Premiere des Films zu Wort melden konnten, nicht als solche erkannt. (Vgl. www.youtube.com )

Im Gegenteil, der Film wird als beleidigend und abwertend empfunden. Ich frage sie, wie diese Wahrnehmung bezogen auf die von ihnen definierte Funktion des Film, nämlich als "Image-Film" für den Asta zu deuten ist?

Versteht sich der Asta bzw. deren Mitglieder, respektive dessen Funktionäre als Repräsentanten einer Schicht junger weisser Suprematisten? Ist dies ihre, wenn auch subtile, Botschaft an schichtfremde Studenten und oppositionelle Gruppen?

Ferner, wie rechtfertigen sie die Mittelverwendung in o.g. Höhe für derartig zweifelhafte Projekte, rechtfertigen sie dies überhaupt? Und werden die Hamburger Bürger, etwaiges, moralisch zweifelhaftes Verhalten von ihnen nicht auch im Falle eines erteilten Mandats, im Rahmen Bürgerschaftswahl und darüber hinaus, erwarten können, schließlich weisen sie ja entsprechende Vorwürfe zurück.
Antwort von Timo Hempel
bisher keineEmpfehlungen
07.02.2011
Timo Hempel
Sehr geehrter Herr ,

die Premiere des AStA-Kurzfilms am vergangenen Donnerstag ist leider sehr chaotisch verlaufen und eine ernsthafte Diskussion um alle Pros und Contras zu "Inside AStA" war leider nicht möglich.

Ich kann Ihnen versichern: Kein Mensch im AStA vertitt in irgendeiner Form rassistisches Gedankengut bzw. möchte - wie sie es ausdrücken - "schichtfremde Studenten und oppositionelle Gruppen" diskreditieren. Die im Film dargestellten AStA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind ohne Ausnahme satirisch gezeichnete Charaktere ebenso wie alle anderen im Film auftretende Figuren auch.

Eine Satire ist immer und in jeder Hinsicht überzeichnet. Aufrag der Satire ist es provokant zu wirken. Dies ist hier der Fall. Die Herstellung eines Films bringt natürlich auch Kosten mit sich, die aber auf Grund der Größe des Projektes gerechtfertigt sind.

Aufgabe eines AStA-Kulturbeauftragten ist es kulturelle Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. Dies tue ich seit bald zwei Jahren. Ich habe dabei stets moralisch unzweifelhaft gehandelt. Daran wird sich nicht ändern, sollte ich in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Timo Hempel
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
07.02.2011
Von:

Nach Sichtung des hier bereits erwähnten und offenbar unter Ihrer Teilnahme entstandenen AStA-Image-Films erkenne ich darin vor allem den Versuch einer Diskreditierung dieser demokratischen Einrichtung als inkompetent und unnötig durch Ihre daran derzeit selbst noch beteiligte Fraktion.

Es entsteht für mich der Eindruck einer Politik der verbrannten Erde zum Abschied von Ihrer Position dort: Den Ruf der Institution AStA für die nähere Zukunft allgemein schädigen, die Kasse um die noch nicht bestätigte Summe von 10.000 Euro (?) erleichtern, und ihre demokratisch gewählten Nachfolger dann mit den gesellschaftlichen und juristischen Problemen zurück lassen.
"Image-Film" trifft es darum ganz gut - von einem positiven Image war ja nie die Rede ;-)

Drei Fragen:
1. Entspricht dies tatsächlich Ihrem Demokratieverständnis?
2. Werden Sie vor Abschied aus dem jetzigen AStA die Finanzierung des Films noch offenlegen?
3. Dürfen wir uns im Falle Ihrer Nicht- oder irgendwann Nicht-Wiederwahl in die Hamburger Bürgerschaft schon auf den nächsten Imagefilm "Inside Bürgerschaft" freuen?
Antwort von Timo Hempel
1Empfehlung
08.02.2011
Timo Hempel
Sehr geehrter Herr ,

mit Interesse habe ich Ihre Theorien bezüglich der Produktion des AStA-Kurzfilms gelesen. Sie sind aber nicht zutreffend. Die Intention des Films ist, wie ich bereits an anderer Stelle ausgeführt habe, auf die Institution AStA aufmerksam zu machen. Und dass zwischen den positiven Textpassagen des Hauptdarstellers und den satirisch inszenierten Spielszenen eine gewollte Divergenz besteht wird, da bin ich sicher, nicht negativ auf den AStA wirken.

Zu Frage 2: Hinsichtlich der Finanzierung wenden Sie sich bitte direkt an den AStA der Universität Hamburg.

3. Ich kann Sie beruhigen: In meiner Funktion als AStA-Kulturbeauftragter habe ich weit mehr Projekte gefördert als diesen Film. In sofern ist es auch nicht meine Absicht in Zukunft einen Film über die Hamburgische Bürgerschaft zu entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen
Timo Hempel
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
08.02.2011
Von:

Darf man erfahren warum sie, bzw. der AStA, die Youtube-Videos der Premiere des Image-Films unter Berufung auf Urheberrechtsansprüche sperren lässt? Ist Zensur Teil ihres Demokratieverständnisses?
Antwort von Timo Hempel
bisher keineEmpfehlungen
08.02.2011
Timo Hempel
Sehr geehrter Herr ,

der AStA-Kurzfilm "Inside AStA" wird in den nächsten Tagen offiziell auf der Homepage des Allgemeinen Studierendenausschusses veröffentlicht. Nichts liegt mir ferner als Zensur an einem Film zu üben hinter dem nicht nur ich als zuständiger Kulturbeauftragter sondern der gesamte AStA inhaltlich steht. Die betreffenden Youtube-Einträge sind nicht mehr verfügbar da es sich hierbei um illegale Mitschnitte der Premierenfeier gehandelt hat die ein uns nicht bekannter Zuschauer unter Verletzung des Urheberrechts ins Netz gestellt hat.

Mit freundlichen Grüßen
Timo Hempel
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
09.02.2011
Von:

Mir scheint als wollten sie alle Fragen bezüglich ihres kleinen Filmprojektes missverstehen um sich in Gemeinplätze zu flüchten. Zumal es ihnen, wie mir ebenfalls scheint, bei der oben beschriebenen Zensur vermutlich weniger um die auf den Image-Film bezogenen Inhalte geht, als viel mehr um die an ihnen und dem Projekt geäußerte Kritik, was mal abgesehen vom qualitativen Aspekten auch quantitativ den Inhalt der Youtubemitschnitte dominiert. Wenn ihnen nichts ferner als Zensur liegt, warum haben sie den Film dann (unter Berufung auf "illegale Mitschnitte" und "Urheberrechtsverletzungen")* zensieren lassen?


*Was, mal abgesehen davon, dass der Film mit quasi öffentlichen Mitteln -nämlich studentischen Semestergebühren- finanziert und für eine "quasi" öffentliche Verwendung vorgesehen sein soll und jene Gebührenzahler (deren Vertreter sie im Rahmen ihres Amtes beim AStA sind) sicher auch Verwendungsrechte daran haben, die sie beim Mitschneiden ausgeübt haben, absurd erscheint, wenn man ihre Argumentation im Bezug auf die Schranken des Urheberrechts betrachtet oder das Zitatrecht in Betracht zieht.
Antwort von Timo Hempel
bisher keineEmpfehlungen
10.02.2011
Timo Hempel
Sehr geehrter Herr ,

da die Rechte des AStA-Kurzfilms beim Allgemeinen Studierendenausschuss liegen wird auch dort entschieden wo und wann der Film veröffentlicht wird. Vor der Versammlung ist niemand an mich bzw. an andere AStA-Vertreter mit der Bitte herangetreten im Kinosaal Videomitschnitte erstellen zu dürfen. In sofern handelt es sich hier um eine grundsätzliche Haltung zu solch einem Verhalten. Im Nachhinein begrüße ich persönlich allerdings dass die Geschehnisse vor und nach der Premiere von "Inside AStA" in Bild und Ton festgehalten sind denn auf diese Weise sind die im Raum getätigten Aussagen ohne Ausnahme dokumentiert. Der eigentlich Film wird, wie bereits von mir erwähnt, in Kürze auf der offiziellen AStA-Homepage zu sehen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Timo Hempel
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