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Guido Wolf
CDU
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Frage von Andreas S. •

Frage an Guido Wolf von Andreas S. bezüglich Familie

Sehr geehrter Herr Wolf,

gestern war ich bei der "Demo für alle" in Stuttgart. Dort wurden sogenannte "Wahlprüfsteine" vorgestellt. Es wurde verkündet, die CDU habe diesen Wahlprüfsteinen vollumfänglich zugestimmt. Daher meine Frage: Trifft das wirklich zu? Darf ich davon ausgehen, dass die CDU tatsächlich die Anliegen der "Demo für alle" teilt oder handelt es sich bei der Zustimmung der CDU lediglich um ein wahltaktisches Manöver, um konservative Wählerschichten zu binden?
Hier die Wahlprüfsteine:
1.Die Ehe ist ein Bund zwischen Mann und Frau, um eine Familie zu gründen.
2.Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. Das ist auch bei Adoptionen zu beachten.
3.Leihmutterschaft muss verboten bleiben.
4.Erziehung ist in allererster Linie Elternsache.
5.Gender Mainstreaming dient nicht der Gleichstellung, sondern leistet einer Verwirrung der Geschlechtsidentität Vorschub.
6.Sexualpädagogik der Vielfalt raus aus Schule und Kindergarten.
7.Maßnahmen des Aktionsplans, die die Glaubens-, Meinungs- und Gewissensfreiheit einschränken sind abzulehnen.
8.Schule darf nicht indoktrinieren. Kontroverses muss auch kontrovers dargestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
A. S..

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Schönberger

,für Ihre E-Mail vom 29. Februar 2016, in welcher Sie sich nach der Beantwortung der Wahlprüfsteine der „Demo für alle“ durch die CDU Baden-Württemberg erkundigen, danke ich Ihnen. Bei der Beantwortung von Wahlprüfsteinen wird die Position einer Partei zu bestimmten Fragestellungen wiedergegeben. Dabei beschränkt sich die Antwort nicht nur auf ein pauschales Ja oder Nein, sondern es wird eine differenzierte Beantwortung vorgenommen.Gerne teile ich Ihnen aber die Position der CDU zum Thema Familie nochmals mit. Im Regierungsprogramm wird deutlich gemacht, dass wir uns zu Ehe und Familie bekennen, aber ausdrücklich auch andere Lebensgemeinschaften, in denen Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, anerkennen und respektieren. Eine Öffnung der Ehe für Menschen gleichen Geschlechts, insbesondere vor dem Hintergrund der Frage nach dem vollen Adoptionsrecht, lehnen wir jedoch ab.Wir wollen unsere Kinder zu vorurteilsfreien Menschen erziehen, die in ihrem Leben freie Entscheidungen und Meinungen entfalten können. Toleranz gegenüber allen Menschen, die anders sind als man selbst, die auf Grund ihrer Herkunft, einer Behinderung, ihrer se-xuellen Ausrichtung oder anderer Gründe Diskriminierung ausgesetzt sind. Um dies zu erreichen, bedarf es einer weltoffenen und werteorientierten Bildung. Diese Aufgabe muss die Schule, gemeinsam mit Familien und der Gesellschaft übernehmen. Wichtig ist hierbei, dass kein Zwang besteht, sondern der Gesellschaft die Möglichkeit gegeben wird, sich auf der Grundlage der geltenden Werteordnung zu entwickeln.

Mit freundlichen GrüßenGuido Wolf MdL

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